Wie du vom Wandern für dein Leben lernen kannst

switzerland-862870__340Ich liebe Berge. Ich liebe Wandern. Nicht nur wegen der atemberaubenden Natur oder weil es gesund ist, sondern auch weil es so einem so viel über das Leben beibringen kann…

Volle Konzentration im Hier und Jetzt:

Man ist alleine, inmitten von ruhiger Natur. Keine Ablenkung, etwa durch Internet, Menschenmassen, Reizüberflutung. Es geht kaum, wie üblich im ständigen Gedankenkarussel zu fahren, die Konzentration muss die meiste Zeit beim nächsten Schritt sein, um nicht zu stolpern, abzurutschen oder sich zu verlaufen- daher eine ideale Meditation. Der Fokus ist auf dem Weg, im jetzt, nicht in der letzten halben Stunde vom Weg, der Vergangenheit und auch nicht am Gipfel, in der Zukunft. Also größtenteils zumindest. Und sollte es so nicht auch im alltäglichen Leben sein, die Aufmerksamkeit im Moment? Nicht bei Verletzungen von gestern, bei eventuellen Problemen von morgen, in nicht existenten Sorgen von übermorgen?

Sich den unangenehmen Gefühlen stellen:

Mir geht es oft auch so, dass mir das Bergauf steigen kurzzeitig zu anstrengend wird, so ein richtiger Durchhänger halt. Dann fängt es an, das innere Granteln und Nörgeln. Typisch ich eben- kommt die Wut mal wieder durch. Aber- umdrehen ist nicht. Oder es kommen plötzlich Klettersteige, bei denen ich leichte Panik verspüre. Aber- umdrehen ist nicht. Denn wer dreht schon nach zwei Stunden bergauf laufen, kurz vorm Gipfel um? Nein, da heißt es, sich den unangenehmen Gefühlen, den Ängsten zu stellen und schon verflüchtigen sich diese auch wieder. Mal wieder so eine tolle Botschaft für das alltägliche Leben. Wenn es unangenehm wird, nicht umdrehen, weg laufen. Da bleiben, Arschbacken zusammenkneifen, sich stellen, schon vergeht es wieder von alleine.

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Loslassen und Perpektiven wechseln:

Und dann – Frieden, Ruhe, Weite, Größe, Schönheit, Glückseligkeit, Harmonie. Nein Rede ist nicht vom Nirwana, ich bin immer noch beim Wandern – endlich auf dem Gipfel. Das ist wirklich atemberaubend, die Gefühle die man hier hat und die Ausblicke. Von hier oben wechseln plötzlich alle Perspektiven. Sonst so Großes wird ganz klein, nicht nur Häuser, Straßen, Autos, sondern auch die Probleme und Sorgen. Diesen Perpektivenwechsel sollten wir auch im täglichen Machen und Tun mal ausprobieren, uns und unsere Problemchen nicht ganz so groß und wichtig nehmen, von oben betrachtet ist doch alles besser und schöner als gedacht. Also nicht alles so ernst nehmen und einfach mal loslassen.

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Als ich damals vor der Entscheidung stand, bei meinem Freund zu bleiben und meinen Job zu kündigen oder wieder zurückzufliegen, waren wir auch in den Bergen. Ich schaute mir damals einen Berggipfel an und das allein half schon- die scheinbaren Sorgen (“das kannst du doch nicht machen, was denken denn die anderen von dir usw”), wurden klein und nichtig, das Große und Ganze war wichtig und richtig- meinem Herzen zu folgen.

So jetzt wisst ihr, wieso ich Wandern so liebe. Geile Natur, abschalten, meditieren und eben die Botschaften für das tägliche Leben, die man mitnehmen kann. Kennt ihr das auch? Oder habt ihr ähnliche Erfahrungen mit anderen Tätigkeiten?

Ich freue mich auf eure Fragen, Erfahrungen und Kommentare!

Namaste, eure Melli

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One Comment on “Wie du vom Wandern für dein Leben lernen kannst

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